Pfarrkirche Böbrach

Pfarrkirche Böbrach vor dem Neubau 1962

Alte Pfarrkirche

Die Pfarrei Böbrach kann auf eine über 800jährige Geschichte zurückblicken. Der heutigen Pfarrkirche gingen wohl mehrere Vorgängerbauten voraus. Bis zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bestand die Pfarrkirche aus einem spätmittelalterlichen Chor mit einem Ende des 17. Jahrhunderts angebauten Langhaus.

Neubau

Dem damaligen Pfarrer Josef Knorr und der Kirchenverwaltung erschien wohl der überlieferte Kirchenbau nicht mehr zeitgemäß. Als Gründe für einen Neubau wurden Feuchtigkeitsprobleme und die zu wenigen Plätze für die Gläubigen benannt. Trotz Proteste des Denkmalschutzes wurde das Gotteshaus – mit Ausnahme des Kirchturmes – in den Jahren 1961 bis 1962 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Von einem geforderten Erhalt des bedeutsamen Chorraums nahm man Abstand. Die Planung und Gesamtbauleitung hatte der Architekt Heinrich Fenchl aus Landshut. Den Bau erstellte die Firma Mäder aus Teisnach. Der Neubau bietet nun deutlich mehr als das Doppelte an Sitzplätzen: er fasst nun nicht mehr 250, sondern rund 600 Sitzplätze. In Anbetracht der damaligen und auch heutigen Größe der Pfarrei entstand ein äußerst großzügiger Bau. Es wurden nur wenige Ausstattungsstücke in das neue Gotteshaus übernommen. Viele gelten heute als verschollen.

Pfarrkirche St. Nikolaus Böbrach

Ausstattung

Am 15. September 1962 erfolgte die Konsekration durch Dr. Rudolf Graber, Bischof von Regensburg. Der Kirchturm – von den italienischen Brüdern Jakob und Christian Ostuzzi 1887/88 erbaut – ist 31 Meter hoch. Die Gestaltung des Chorbogens, wie auch den Entwurf der drei Glasfenster im Chorraum, führte Künstler Prof. Max Dellefant (*1907 +1983) aus München aus. Die Bilder – in Sgraffito – stellen das Leben und Wirken Jesu dar.

Glasfenster

Das Glasfenster des Kirchenpatrons St. Nikolaus (gestiftet von der Kirchenverwaltung) erzählt Legenden, die sich um den Heiligen ranken (Legende von den drei goldenen Kugeln, von den drei fahrenden Schülern, von Adeodatus und dem goldenen Becher und das Getreidewunder von Myra). Das Glasfenster des Hl. Florian (gestiftet von der Freiwilligen Feuerwehr) und des Hl. Josef (gestiftet vom Krieger- und Veteranenverein) zeigen Bilder aus deren Leben. Die Entwürfe der Glasfenster führte die Hofglasmalerei Georg Schneider aus Regensburg aus.

Der Pfarrpatron: Hl. Nikolaus
Das Chorkreuz

Chorbogen und Altarkreuz

Wie das Sgraffito am Chorbogen wurden auch die Kanzel (Symbole der vier Evangelisten) und die Empore (Laudate Dominum) ausgeführt.

Das Altarkreuz stammt vom Bildhauer O. Hutterer aus München. Die 2,50 Meter hohe Christusdarstellung ist in Silber getrieben mit Lindenholzkern. „Als Christkönig, als erlösender Heiland dargestellt, will er mit seinen ausgebreiteten Armen die Menschheit an sich ziehen“ (Festschrift U. Fenchl).

Seitenaltarfiguren

Die Seitenaltarfiguren (Maria und Herz Jesu) waren ursprünglich naturbelassen aus Lindenholz. Als neben dem Altarkreuz die Figuren Maria von Magdala und Johannes angebracht wurden (25jähriges Priesterjubiläum von Herrn Pfarrer Konrad Brunner) erhielten die Seitenaltarfiguren durch den Herrgottschnitzer von Bodenmais Joachim von Zülow die jetzige Fassung.

 

Aus der alten Pfarrkirche

Aus der alten Pfarrkirche stammt das Taufbecken aus dem Jahre 1636, ein Steinrelief „Jesus am Ölberg“ aus dem Jahre 1480, sowie das frühere Hochaltarbild, den Hl. Nikolaus zeigend. Die Kreuzwegstationen sowie zwei Figuren neben dem Grab des Erbauers, Pfarrer Josef Knorr, kamen im Laufe der Jahre dazu.

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