
„Herr, behüte mich“
Aus dem Lied „Herr, behüte mich“ von Eveline Vogl
Wer hier am großen Friedhofskreuz steht, hat eine klare Sicht auf den Silberberg. Über Jahrhunderte prägte er das Leben in Bodenmais: harte Arbeit unter Tage, Gefahr und Entbehrung, aber auch Zusammenhalt und Stolz der Bergleute. Viele von ihnen fanden hier am Friedhof ihre letzte Ruhe.
Lied: Herr, behüte mich

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„Herr, behüte mich“ Text und Musik: Eveline Vogl, gesungen vom Kinder- und Jugendchor „Cantus Laudis“ der Pfarrei unter der Leitung von Eveline Vogl.
Das Kreuz, Sinnbild des Leidens und zugleich der Auferstehung, verbindet sich mit dem Berg, Symbol für das mühsame Leben der Menschen. So wird aus der Sichtachse ein Hoffnungszeichen: Wie der Berg die Landschaft prägt, so prägt der Glaube an Christus die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod.
Legende: Irrlichter am Silberberg
Aus einem Stollen am Silberberg kam einst grünes Wasser hervor. Dort sollte es noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg geweihrazt (gespukt) haben. Man sah dort des Öfteren in den Nächten nach Allerheiligen kleine Lichter umherfliegen. Damals waren einige Bergmänner bei einem Unfall von einem Felsen erdrückt worden. So kam der Pfarrer mit zwei Ministranten, um den Opfern die Sterbesakramente zu spenden. Sie gingen hinein, doch kamen auch sie nicht mehr aus dem Stollen heraus. Wo sie abgeblieben sind, weiß bis heute keiner. Seit diesem Ereignis hatte man dort immer wieder kleine Lichter gesehen.
Quelle: Haller, Reinhard, Bodenmaiser Sagen, Grafenau 1993.

