Kategorie: Kirchen

  • Renovierung der Pfarrkirche Bodenmais

    Renovierung der Pfarrkirche Bodenmais

    So können Sie helfen!

    Unterstützen Sie die Außenrenovierung und damit den Erhalt der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit Ihrer Spende! Jede Spende zählt!

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    in der Pfarrkirche Bodenmais beim rechten Kirchenportal

    Der Zahn der Zeit…

    nagt langsam, aber stetig an allem –auch an unserer Bodenmaiser Pfarrkirche. Das vor rund 220 Jahren erbaute Gotteshaus hat einige sichtbare und unsichtbare Schäden. Manche sind rein optisch, andere greifen das Gebäude massiv an.

    Nun ist es an der Zeit, die Schäden zu beheben, damit die Kirche als geistliche Mitte von Bodenmais erhalten bleibt. Dann kann die Pfarrkirche auch für künftige Generationen ein Ort des Glaubens und der Begegnung mit Gott bleiben!

    Die Kosten

    Die Kostenschätzung für die Außenrenovierung beläuft sich auf eine Summe von 1.755.125 Euro. Davon hat die Pfarrei Bodenmais 40% zu tragen, also 702.050 Euro.

    60% der Kosten werden durch die Diözese Regensburg getragen. Das ist ein finanzieller Kraftakt für die Pfarrei. Nach der Außenrenovierung soll in einem neuen Bauabschnitt die Innenrenovierung folgen.

    Erster Bauabschnitt – Außen

    Sanierung Kirchendach

    z.B. Ausbau alukaschierte Mineralfaserdämmung, Behandlung Hausschwamm, Ausbesserung Mauerschwellen, neue Dachlatten, neue Dachdeckung Biberschwänze, Austausch beschädigter Balken, Gewölbe stabilisieren, Nagekäferbekämpfung…

    Sanierung Kirchturm

    z.B. Entmüllung des Turmhelms, Ausbesserung Putzschäden, gegen Feuchte abdichten, Restaurierung des Turmkreuzes…

    Sanierung Fassade

    z.B. Ausbesserung Putzschäden, neuer Anstrich…

    Sanierung Fenster

    z.B. Austausch kaputter Scheiben, Fensterrahmen neu streichen…

    Sanierung Drainage

    z.B. Entwässerung herstellen, Entsorgung von belastetem Material, das bei der Marktplatzsanierung im Erdreich „entsorgt“ wurde…

    Freunde der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Bodenmais e. V. – Förderverein

    Vorstand des Fördervereins Freunde der Pfarrkirche Bodenmais e.V.
    Otto Weinberger, 1. Vorsitzender
    Hans Kollmer, 2. Vorsitzender
    Karl Koller, Schatzmeister
    Christa Geiger, Schriftführerin

    Weitere Mitglieder im Vereinsausschuss
    Pfarrer Alexander Kohl
    Kirchenpfleger Alex Holzer


    Anschrift

    Freunde der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt e.V.
    z. Hd. 1. Vorsitzenden Otto Weinberger, Silberbergstraße 27, 94249 Bodenmais
    Mail: foerderverein@pfarrei-bodenmais.de

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  • St. Michael Asbach

    St. Michael Asbach

    Der Wunsch nach einer eigenen Kirche in Asbach, rund 5 Kilometer von Böbrach entfernt, wurde nach Errichtung eines eigenen Schulhauses im Jahr 1950 groß. 1959 wurde der Grundstein für die St. Michaelskirche gelegt. Schon ein Jahr später, 1960, wurde die Kirche geweiht.

    Die St. Michaels-Kirche ist knapp 14 Meter lang und 10 Meter breit. Der Turm besitzt eine Höhe von 16 Metern. Die Kirche enthält 80 Sitzplätze und auf der Empore weitere 30 Plätze.

    Das ursprüngliche Altarbild, Christus als Kinderfreund zeigend, verwies auf die eigentliche Funktion des Gotteshauses als Schulkirche. Mittlerweile wurde es durch eine Kreuzigungsplastik mit Assistenzfiguren ersetzt.

  • Herz-Jesu Auerkiel

    Herz-Jesu Auerkiel

    Die Nebenkirche Herz-Jesu in Oberauerkiel wurde 1922/1923 errichtet. Grund für ihren Bau war die Tatsache, dass die obligatorische Schulmesse bis dahin nur unter ungünstigen Bedingungen im Schulhaus gefeiert werden musste.

    Ausgestattet mit einem neobarocken Altar konnte sich nun in der Auerkieler Kirche ein eigenes religiöses Leben entwickeln. Solange die Schule bestand, wurde an den Tagen des Religionsunterrichts in der Kirche die Hl. Messe gefeiert.

    Prägend für das geistliche Leben in Auerkiel war Pfarrer Josef Wurzer, der 1945 von Südmähren in das Dorf gekommen war. Auf Grund seines eingeschränkten Gesundheitszustands zog er die seelsorgerliche Mithilfe in Auerkiel dem Dienst in einer eigenen Pfarrei vor. Das religiöse Leben profitierte auf diese Weise von einem „eigenen Pfarrer“.

    Eine deutliche Veränderung erfährt das Gotteshaus 1960, als der in Kaikenried nicht mehr benötigte Hochaltar für die Auerkieler Kirche erworben werden konnte. Er steht seitdem an Stelle des alten Hochaltars, der nunmehr als Seitenaltar fungiert.

    1963 wurde an der Kirche ein Turm errichtet, der den früheren Dachreiter ersetzt.

  • Maisried St. Maria Magdalena

    Maisried St. Maria Magdalena

    Die Anfänge der St. Maria Magdalena-Kirche zu Maisried, unweit von Böbrach, liegen im Dunkeln. Sie dürfte schon lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1559 bestanden haben.

    Die Kirche steht über Jahrhunderte in enger Verbindung zur Hofmark Bodenmais. Der jeweilige Besitzer trägt von 1578 bis 1805 die Baulast und besorgt Ausstattung, Abrechnung und Besoldung der Kirchendiener.

    Nur wenig ist über die Baugeschichte überliefert. Gesichert ist, dass im Jahr 1722 das Langhaus angebaut worden ist. Eine umfangreichere Renovierung erfolgt gut 30 Jahre später.

    Folgenschwer war das Jahr 1805, als die Maisrieder Kirche im Zuge der Säkularisation abgerissen werden sollte. Diesem Schicksal konnte das Gotteshaus entgehen, als die Bauern Franz Muhr und Jakob Achatz die Kirche um 150 Gulden kauften. Noch heute ist die Kirche Privateigentum.

    Immer wieder wurde die im Wald gelegene Kirche zum Ziel von Dieben und Vandalen. Schon für das Jahr 1753 wird von einem schweren Fall von Vandalismus berichtet.

    Auch in der Folgezeit kommt es immer wieder zu Diebstählen. Schließlich ist zu Beginn der 1990er Jahre die Kirche fast vollständig ihrer Ausstattung beraubt.

    1996 bildet sich der Förderverein Maisrieder Kirche, der sich unter der Führung von Hans Bielmeier rührig um die Renovierung und Wiederherstellung der Kirche annimmt. Am 28. Mai 2000 konnte die Kirche von Diözesanbischof Manfred Müller wieder gesegnet werden.

    Die Kirche St. Magdalena Maisried ist im Privatbesitz und wird durch den Förderverein Maisrieder Kirche e.V. verwaltet. Rektor der Kirche (rector ecclesiae im Sinne des CIC) ist der jeweilige Pfarrer von Böbrach.

    Förderverein Maisrieder Kirche e.V.

    1. Vorsitzender Michael Muhr
    Maisried 5
    94255 Böbrach
    09923-803737

    Beitrittserklärung

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  • Pfarrkirche Bayerisch Eisenstein

    Pfarrkirche Bayerisch Eisenstein

    Pfarrkirche Bayerisch Eisenstein

    Geschichte der Pfarrei

    Die kirchliche Geschichte Bayerisch Eisensteins beginnt nicht im heutigen Ortszentrum, sondern jenseits der heutigen Grenze. Über Jahrhunderte war der Eisensteiner Raum kirchlich auf Böhmisch Eisenstein, das heutige Železná Ruda, ausgerichtet. Dort entstand 1694 eine hölzerne Kirche, die 1732 durch einen steinernen Bau ersetzt wurde. Sie war lange Zeit die Mutterkirche für das gesamte Eisensteiner Tal und gehörte kirchlich zum Bistum Regensburg. Die seelsorgliche Betreuung übernahmen Zisterzienserpatres aus dem Kloster Gotteszell.

    Die politische Grenze und die kirchliche Ordnung deckten sich dabei lange nicht. Zwar wurde die Hofmark Eisenstein im Jahr 1764 zwischen Bayern und Böhmen geteilt, doch geistlich blieb der Raum zunächst weiterhin verbunden. Erst die kirchliche Neuordnung von 1809 brachte eine tiefgreifende Veränderung: Böhmisch Eisenstein wurde von der Diözese Regensburg abgetrennt und dem Bistum Budweis zugeordnet. Der bayerische Teil kam zur Pfarrei Lam und wurde als Expositur geführt. Damit zerbrach die bis dahin gewachsene kirchliche Einheit des Eisensteiner Tals.
    Auf bayerischer Seite entstand bereits 1788 am sogenannten Bayerisch Häusl ein erster eigener kirchlicher Bezugspunkt. Franz Ignaz von Hafenbrädl, der seit 1771 im Besitz der Hofmark war, ließ dort neben Herrenhaus, Bräuhaus und Arbeiterhäusern eine Schlosskapelle „Zur lieben Frau“ errichten. Von dieser frühen Kapelle ist heute nur noch die gemauerte Apsis erhalten. Sie erinnert daran, dass die kirchliche Entwicklung auf bayerischer Seite zunächst provisorisch begann.

    Zwischen 1842 und 1844 entstand am Bayerisch Häusl eine eigene Expositurkirche. Sie war der unmittelbare Vorgängerbau der heutigen Pfarrkirche. Für die damaligen Verhältnisse erfüllte sie ihren Zweck, doch ihre Lage wurde bald zum Problem. Mit der Eröffnung der Bahnlinie und des Grenzbahnhofs im Jahr 1877 verlagerte sich das Leben des Ortes zunehmend ins Tal. Die Expositurkirche lag nun abseits des neuen Zentrums und wurde für die wachsende Gemeinde zu klein. So entstand der Wunsch nach einer neuen, größeren Kirche am heutigen Standort.

    Der Entschluss zum Neubau der Pfarrkirche

    Eine entscheidende Rolle spielte Expositus Josef Siebler, der 1901 nach Bayerisch Eisenstein kam. Schon bald nahm er den Wunsch nach einem Kirchenneubau auf und gründete 1902 einen Kirchenbauverein. Der Neubau war nicht nur eine bauliche Maßnahme, sondern auch ein Schritt hin zu einem neuen kirchlichen Mittelpunkt im Tal und zur späteren pfarrlichen Eigenständigkeit.

    Die Finanzierung wurde durch verschiedene Beiträge möglich: durch eine Landeskollekte, Kirchenbaulotterien und großzügige Zuwendungen des Hauses Hohenzollern. Das Fürstenhaus Hohenzollern war seit 1872 im Besitz der Hofmark und eng mit Bayerisch Eisenstein verbunden. Fürst Leopold von Hohenzollern trat als bedeutender Förderer des Neubaus hervor.

    Nach längeren Standortfragen begann am 28. April 1908 der Bau der heutigen Pfarrkirche. Den Entwurf lieferte der Münchner Architekt Hans Schurr. Bereits 1909 war die Kirche fertiggestellt; am 14. November 1909 wurde sie benediziert. Im selben Jahr wurde Bayerisch Eisenstein zur selbständigen Pfarrei erhoben. Die feierliche Weihe der Kirche durch den Regensburger Bischof erfolgte erst am 19. Oktober 1919.

    Die Pfarrkirche

    Die Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk ist ein neobarocker Kirchenbau von ungewöhnlicher Großzügigkeit. Mit einer Länge von rund 43 Metern, einer Breite von 19,5 Metern und einer Höhe von 23 Metern prägt sie bis heute das Ortsbild. Der Turm erreicht etwa 45 Meter. Langhaus, Querhaus und eingezogener Chor orientieren sich an barocken Vorbildern, ohne diese einfach nachzuahmen. Der Kirchenraum ist klar gegliedert und auf die Liturgie hin ausgerichtet.

    An der Nordwand erinnert eine große Inschrift an Fürst Leopold von Hohenzollern. Sie weist die Kirche als Gedächtniskirche aus und verweist auf jene Verbindung von Patronat, Finanzierung und regionaler Geschichte, aus der dieser Bau hervorgegangen ist. Die Inschrift lautet:

    Gedächtnis-Kirche
    für weiland seine königliche
    Hoheit den
    allerdurchlauchtigsten Fürsten
    Leopold von Hohenzollern
    den größten Wohltäter der
    Armen
    und der Waffenbrüderschaft
    Österreich’s
    Deutschland’s
    erbaut 1908 – 1909

    Die Kirche ist dem heiligen Johannes Nepomuk geweiht. Der aus Böhmen stammende Märtyrer wird besonders als Brückenheiliger verehrt. Gerade in Bayerisch Eisenstein, an der Grenze zwischen Bayern und Böhmen, erhält dieses Patrozinium eine besondere Bedeutung: Johannes Nepomuk erinnert an die gemeinsame Geschichte des Grenzraums und an die verbindende Kraft des Glaubens.

    Architektur und Innenraum

    Der Innenraum ist hell, weit und übersichtlich. Pilaster mit reichen Kapitellen gliedern die Wände; über der Vierung erhebt sich eine Kuppel, in den Seitenteilen schließen Tonnengewölbe den Raum. Die Architektur wirkt nicht überladen, sondern schafft einen geordneten Rahmen für Liturgie und Ausstattung. Die Kirche ist großzügig angelegt, bleibt aber in ihrer Wirkung klar und gesammelt.

    Diese Klarheit ist eine der besonderen Qualitäten des Raumes. Die Architektur dominiert die Ausstattung nicht, sondern trägt sie. So verbindet die Pfarrkirche die Formen des Neubarock mit der liturgischen Ordnung eines Kirchenraums des frühen 20. Jahrhunderts. Sie ist damit nicht nur ein Zeugnis ihrer Bauzeit, sondern auch ein Raum, in dem ältere Kunstwerke und neuere Ausstattung bewusst zusammengeführt wurden.

    Ausstattung

    Der Hochaltar, die Kanzel und der rechte Seitenaltar stammen vom Münchner Bildhauer Bruno Diamant und gehören zur Erstausstattung des Kirchenneubaus. Der Hochaltar wurde 1910 geschaffen. Flankiert wird er von den Figuren des heiligen Leopold und des heiligen Wilhelm; die Figur des heiligen Leopold trägt die Gesichtszüge des Fürsten Leopold von Hohenzollern. Am Sockel stehen zwei Rokokofiguren der Kirchenväter Augustinus und Papst Gregor der Große aus der Zeit um 1750.

    Über dem Hochaltar befindet sich das Gemälde der Vierzehn Nothelfer. Es wurde 1690 von Johann Rotter geschaffen und stammt aus der früheren Kirche am Bayerisch Häusl. 1968 wurde es in den Hochaltar der heutigen Pfarrkirche eingefügt; der ornamentale Rahmen stammt von Jakob Helmer aus Regensburg. So verbindet der Hochaltar die Erstausstattung des Neubaus mit einem älteren Bildzeugnis der Eisensteiner Kirchengeschichte.

    Der linke Seitenaltar ist eine barocke Arbeit aus der Zeit um 1680 und war ursprünglich der Hauptaltar der früheren Expositurkirche am Bayerisch Häusl. Das frühere Nepomuk-Bild wurde 1946 durch eine Marienfigur ersetzt, die aus Böhmen stammt beziehungsweise dem böhmischen Raum zugeordnet wird. Gerade dieses Detail erinnert leise, aber eindrücklich an die grenzüberschreitende Geschichte des Ortes.

    Zur weiteren Ausstattung gehören die Kreuzigungsgruppe von Jakob Grau aus der Zeit um 1911, ein Kreuzweg unbekannter Herkunft, mehrere Heiligenfiguren des 18. und frühen 19. Jahrhunderts sowie ein Taufbecken mit einer Darstellung der Taufe Christi aus der Zeit um 1750. Die Glasfenster markieren weitere Zeitschichten: 1926 entstand das Fenster der Schmerzensmutter in der Münchner Werkstatt Zettler, 1961 folgte das Johannes-Nepomuk-Fenster nach einem Entwurf des Architekten Rothemund, ausgeführt von E. Schwankl.

    Auch spätere Ergänzungen prägen den Kirchenraum. Dazu zählen der Kristallleuchter von 1972 sowie Volksaltar und Ambo aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie zeigen, dass die Kirche nicht nur ein historisches Denkmal ist, sondern ein lebendiger Gottesdienstraum, der über die Jahrzehnte hinweg weitergestaltet wurde.

    Grenzerfahrung und Erinnerung

    Die Geschichte der Pfarrkirche ist auch von den Brüchen des 20. Jahrhunderts geprägt. Glocken mussten in Kriegszeiten abgegeben werden; eine Glocke kam 1947 aus Hamburg zurück. Die Zeit des Nationalsozialismus brachte Repressionen im Gemeindeleben mit sich. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten Flucht und Vertreibung auch die Pfarrei Bayerisch Eisenstein.

    Ein besonderes Zeichen der Versöhnung setzte der 3. Februar 1990: Damals verband eine deutsch-tschechische Menschenkette die Kirchen von Bayerisch Eisenstein und Železná Ruda. Begleitet wurde dieses Zeichen von einem gemeinsamen Gottesdienst. In diesem Moment wurde sichtbar, was die Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk bis heute auszeichnet: Sie steht in einem Raum, dessen Geschichte sich nicht einfach durch politische Grenzen trennen lässt.

    Bedeutung

    Die Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk ist kein spektakulärer Bau im Sinn architektonischer Neuerfindung. Ihre Bedeutung liegt tiefer. Sie verbindet einen neobarocken Kirchenbau des frühen 20. Jahrhunderts mit Ausstattungsstücken, die aus älteren Kirchenräumen und Frömmigkeitstraditionen stammen. Dadurch wird in ihr die lange kirchliche Geschichte des Eisensteiner Tals sichtbar.

    Als Kirche im bayerisch-böhmischen Grenzraum erzählt sie von Kontinuität und Veränderung, von politischer Trennung und geistlicher Verbundenheit, von regionaler Frömmigkeit und historischen Brüchen. Bis heute ist sie ein Ort des Gebets, der Stille und der Begegnung mit Gott.

  • Pfarrkirche Böbrach

    Pfarrkirche Böbrach

    Alte Pfarrkirche

    Die Pfarrei Böbrach kann auf eine über 800jährige Geschichte zurückblicken. Der heutigen Pfarrkirche gingen wohl mehrere Vorgängerbauten voraus. Bis zu Beginn der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts bestand die Pfarrkirche aus einem spätmittelalterlichen Chor mit einem Ende des 17. Jahrhunderts angebauten Langhaus.

    Neubau

    Dem damaligen Pfarrer Josef Knorr und der Kirchenverwaltung erschien wohl der überlieferte Kirchenbau nicht mehr zeitgemäß. Als Gründe für einen Neubau wurden Feuchtigkeitsprobleme und die zu wenigen Plätze für die Gläubigen benannt. Trotz Proteste des Denkmalschutzes wurde das Gotteshaus – mit Ausnahme des Kirchturmes – in den Jahren 1961 bis 1962 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Von einem geforderten Erhalt des bedeutsamen Chorraums nahm man Abstand. Die Planung und Gesamtbauleitung hatte der Architekt Heinrich Fenchl aus Landshut. Den Bau erstellte die Firma Mäder aus Teisnach. Der Neubau bietet nun deutlich mehr als das Doppelte an Sitzplätzen: er fasst nun nicht mehr 250, sondern rund 600 Sitzplätze. In Anbetracht der damaligen und auch heutigen Größe der Pfarrei entstand ein äußerst großzügiger Bau. Es wurden nur wenige Ausstattungsstücke in das neue Gotteshaus übernommen. Viele gelten heute als verschollen.

    Ausstattung

    Am 15. September 1962 erfolgte die Konsekration durch Dr. Rudolf Graber, Bischof von Regensburg. Der Kirchturm – von den italienischen Brüdern Jakob und Christian Ostuzzi 1887/88 erbaut – ist 31 Meter hoch. Die Gestaltung des Chorbogens, wie auch den Entwurf der drei Glasfenster im Chorraum, führte Künstler Prof. Max Dellefant (*1907 +1983) aus München aus. Die Bilder – in Sgraffito – stellen das Leben und Wirken Jesu dar.

    Glasfenster

    Das Glasfenster des Kirchenpatrons St. Nikolaus (gestiftet von der Kirchenverwaltung) erzählt Legenden, die sich um den Heiligen ranken (Legende von den drei goldenen Kugeln, von den drei fahrenden Schülern, von Adeodatus und dem goldenen Becher und das Getreidewunder von Myra). Das Glasfenster des Hl. Florian (gestiftet von der Freiwilligen Feuerwehr) und des Hl. Josef (gestiftet vom Krieger- und Veteranenverein) zeigen Bilder aus deren Leben. Die Entwürfe der Glasfenster führte die Hofglasmalerei Georg Schneider aus Regensburg aus.

    Chorbogen und Altarkreuz

    Wie das Sgraffito am Chorbogen wurden auch die Kanzel (Symbole der vier Evangelisten) und die Empore (Laudate Dominum) ausgeführt.

    Das Altarkreuz stammt vom Bildhauer O. Hutterer aus München. Die 2,50 Meter hohe Christusdarstellung ist in Silber getrieben mit Lindenholzkern. „Als Christkönig, als erlösender Heiland dargestellt, will er mit seinen ausgebreiteten Armen die Menschheit an sich ziehen“ (Festschrift U. Fenchl).

    Seitenaltarfiguren

    Die Seitenaltarfiguren (Maria und Herz Jesu) waren ursprünglich naturbelassen aus Lindenholz. Als neben dem Altarkreuz die Figuren Maria von Magdala und Johannes angebracht wurden (25jähriges Priesterjubiläum von Herrn Pfarrer Konrad Brunner) erhielten die Seitenaltarfiguren durch den Herrgottschnitzer von Bodenmais Joachim von Zülow die jetzige Fassung.

    Aus der alten Pfarrkirche

    Aus der alten Pfarrkirche stammt das Taufbecken aus dem Jahre 1636, ein Steinrelief „Jesus am Ölberg“ aus dem Jahre 1480, sowie das frühere Hochaltarbild, den Hl. Nikolaus zeigend. Die Kreuzwegstationen sowie zwei Figuren neben dem Grab des Erbauers, Pfarrer Josef Knorr, kamen im Laufe der Jahre dazu.

    Glocken der Pfarrkirche

    St. Nikolaus-Glocke
    Inschrift: Sancte Nicolae ora pro nobis 1949
    109 cm Durchmesser, 750 kg
    (Heiliger Nikolaus, bitt für uns)

    Herz Jesu-Glocke
    Inschrift: Cor Jesu Sacratissimum miserere nobis 1949
    96 cm Durchmesser, 500 kg
    (Heiligstes Herz Jesu, erbarme dich unser)

    Marienglocke
    Inschrift: Sub Tuum praesidium confugimus Sancta Dei genitrix 1949
    84 cm Durchmesser, 300 kg
    (Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin.)

    Michaelsglocke
    Inschrift: Wo die Liebe weint, da tröstet der Glaube St. Michael Gest. vom Krieger- u. Vet.-Verein und Freiw. Feuerwehr Böbrach 1962
    76 cm Durchmesser, 250 kg

    Sterbeglocke
    Inschrift, Gewicht und Durchmesser unbekannt

  • Pfarrkirche Bodenmais

    Pfarrkirche Bodenmais

    Die Pfarrei Mariä Himmelfahrt Bodenmais

    Die Geschichte der Pfarrei Mariä Himmelfahrt ist eng verknüpft mit dem Werdegang des Bergbaudorfes Bodenmais. Um das Jahr 1000 sind mit den Mönchen um den Hl. Gunther die ersten Glaubensboten in die Gegend von Bodenmais gekommen. Im unwirklichen „Nordwald“ trugen sie wesentlich zur Besiedlung und Gründung einer Kirchenstruktur bei.

    Als im Jahr 1300 der systematische Bergbau begann, wurde für die Bergleute und ihre Angehörigen eine kleine Holzkapelle errichtet. Eine erste gemauerte Kirche wird 1590 erwähnt. Sie stand am Ausgang des Marktplatzes an der Kötztinger Straße. Dort erinnert ein Kreuz noch heute an Kirche und Friedhof. Im Jahr 1692 kam mit dem „Bergkaplan“ ein erster eigener Seelsorger nach Bodenmais. Zwei Jahre darauf wurde eine eigene Pfarrei errichtet.
    Bodenmais war lange Zeit das „Armenhaus“ des Bayerischen Waldes. Pfarrei und Gotteshaus waren vom königlichen Bergamt abhängig. Der aufkommende Tourismus im 20. Jahrhundert war für den Ort eine große Chance. Seither versteht sich auch die Pfarrgemeinde als eine gastfreundliche, einladende Gemeinschaft.

    Das Gnadenbild

    Das Gnadenbild ist eine vermutlich italienische Kopie des Gnadenbildes von Loreto. Die Verehrung dieser „schwarzen Madonna“ war im 18. Jahrhundert in Süddeutschland weit verbreitet.
    Die Pfarrchronik berichtet: Im Jahr 1705 schenkte Kurfürst Max Emanuel, der Besitzer des Bergwerks, der Pfarrkirche das Gnadenbild. In einer feierlichen Prozession sollte es von Maisried nach Bodenmais überführt werden, doch tagelanges Regenwetter verhinderten dies. Am Gedenktag des Hl. Benno, dem
    16. Juni, machte sich die Prozession trotzdem auf den Weg. Als das Gnadenbild aus der Kirche getragen wurde, verschwanden die Wolken und die Sonne trat hervor. Dieses „Translationswunder“ ist auch im Deckengemälde dargestellt. Alljährig feiern wir dieses Ereignis mit dem „Bennofest“ und der „Bennoprozession“ am Sonntag rund um den 16. Juni.

    Die Pfarrkirche

    Die alte Kirche war um das Jahr 1800 so baufällig, dass man sich zu einem Neubau inmitten des Marktplatzes entschloss. Der 1805 fertiggestellte Rohbau greift mit den zwei Seitenschiffen und den Seitenemporen die Architektursprache des süddeutschen  Basilikatyps auf. Rund 150 Jahre später wurde die Pfarrkirche durch einen oktogonalen Anbau erweitert. Seine Architektur sagt: Wir sind gemeinsam um den Tisch des Herrn versammelt in der Gegenwart Gottes.

    Der Hochaltar

    Der prächtige Hochaltar stammt aus der 1803 aufgelösten Abtei Oberalteich und ist eine Schöpfung des Frührokoko um 1730. Seine Botschaft lautet: Der lebendige Gott ist in Jesus Christus wirklich Mensch geworden. Zeichen dafür ist die Heilige Familie: Rechts und links flankieren die Eltern Mariens, Joachim und Anna, das Gnadenbild in der Mitte. Maria trägt ihren Sohn auf dem Arm. Für uns Christen ist Jesus selbst gegenwärtig im Brot der Eucharistie, das im Tabernakel des Hochaltares aufbewahrt wird.

    Der Altar und der Ambo

    „Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn.“ Die Emmausgeschichte liegt dem Altar und dem Ambo, dem Ort der Wortverkündigung, zu Grunde. Wie die Jünger sind auch wir mit Jesus auf dem Weg. Er begegnet uns in den Worten der Heiligen Schrift und spricht uns an.
    Am Altar erfahren wir die Gemeinschaft mit ihm und untereinander erfahren im Zeichen des gebrochenen Brotes und des ausgeteilten Weines. Da schenkt er sich uns selbst als Quelle für unser Leben.

    Der Taufstein

    Neben dem Altar steht der Taufstein. Der Auftrag Jesu lautet: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
    Wurden in der Urkirche erwachsene Menschen getauft, so ist nun die Kindertaufe selbstverständlich. Die Taufe Jesu durch Johannes im Jordan – oben auf dem Taufstein – versinnbildlicht nochmals die Bedeutung dieses Grundsakramentes: Neues Leben als geliebtes Gotteskind. Die Täuflinge der letzten Monate sind auf unserem „Taufbaum“ verewigt.

    Die Glocken

    Von der Wiege bis zur Bahre, in Freud und in Leid begleiten Glocken das Leben der Gläubigen. Die Glocken der Pfarrkirche Bodenmais sind:

    Christusglocke (Dis), ca. 930 kg, gegossen von Gugg, Straubing 1950.

    Marienglocke (Fis), ca. 659 kg, gegossen von Gugg, Straubing 1902.

    Franz Xaver-Glocke (Gis), ca. 450 kg, gegossen von Gugg, Straubing 1950.

    Vierte Glocke (ohne Namen) (b), ca. 310 kg, gegossen von Gugg, Straubing 1882.

    Sterbeglocke, ca. 50 kg